Sozialwissenschaft : Manifest der Kommunistischen Partei

Manifest der Kommunistischen Partei

EUR 3,00


Ein wichtiges Buch - Dieses ist einer der besten Büchern, die ich gelesen habe. Es half mir die Struktur der Gesellshaft und die Verbindung zwischen Ideologie und Wirtschaft zu verstehen.

Alles seit mehr als hundert Jahren widerlegt - In diesem Buch versuchen Marx und Engels, die Gründe für eine kommunistische Revolution anzugeben. Dabei sind mir folgende Kerngedanken aufgefallen:- Der Kapitalismus führt über Industrialisierung und Welthandel zur Globalisierung, verbreitet bürgerliche Werte und schafft eine bisher nie erreichte Menge an Waren und Gütern.- Der Kapitalismus erzeugt(e) das Proletariat selbst.- Im Kapitalismus ist die Verbindung zwischen Arbeitgeber und Fabrikarbeiter unpersönlich (durch Bezahlung), im Mittelalter waren die Beziehungen zum Meister persönlicher und das Leben idyllisch.- Im Kapitalismus gibt es regelmäßig Handelskrisen, die alle Arbeiter und einige Bürger verarmen lassen und nur kurzfristig durch neue Märkte überwunden werden können.- Der Preis einer Ware liegt in der Arbeit, durch Maschineneinsatz sinkt der Lohn ständig, bis er das Existenzminimum erreicht.- Eltern beuten ihre Kinder aus, deshalb muss die Erziehung vergesellschaftet werden.- Die Proletarier gehören keiner Nation an, deshalb sind die Nationen abzuschaffen.- Die vorherrschenden Werte wie Freiheit, Eigentum und Gerechtigkeit nützen nur der herrschenden bürgerlichen Klasse und werden deshalb nicht mehr benötigt.- Männer beuten ihre Frauen aus, deshalb ist die Ehe abzuschaffen.- Die Proletarier erringen die Herrschaft im Rahmen der Demokratie und setzen dann ihr Programm (Verstaatlichung, Verhinderung von Erbschaften, Progressivsteuer, kostenlose staatliche Erziehung (inklusive Kinderarbeit), staatliche Zentralbank, öffentliches Transportwesen, Arbeitszwang, Landreform) um. Am Ende steht die klassenlose Gesellschaft, die keine Regierung mehr benötigt.In dieser Liste sind die beiden ersten Punkte korrekt: Ohne die Warenerzeugung des Kapitalismus wären die Proletarier entweder tot oder Tagelöhner auf dem Land gewesen. Alle anderen Punkte sind längst widerlegt.Dass es im Mittelalter so idyllisch gewesen sein soll, ist schwer vorstellbar, da fallen mir beispielsweise Hungersnöte, Pest, hohe Kindersterblichkeit, kurze Lebenserwartung, schwere körperliche Arbeit usw. ein.Dass es im Kapitalismus Handelskrisen (heute Konjunkturkrisen genannt) gibt, ist unbestritten. Jedoch hat Marx übersehen, dass zeitgleich mit dem Kapitalismus die Zentralbanken eingeführt wurden. Diese erzeugen die Konjunkturzyklen (siehe v. Mises:Human Action). Damit hat sich auch dieser Punkt des kommunistischen Regierungsprogramms erledigt.Marx entscheidender Fehler liegt in seiner Arbeitswerttheorie. Die Tendenz sinkender Löhne ist schon empirisch falsch, sie steigen, anstatt auf das Existenzminimum zu sinken. Die Ursache für den Anstieg der Löhne liegt in der Verwendung von Maschinen (siehe z. B. Binswanger: The Ayn Rand Lexicon unter Pyramid of Ability). Der Preis einer Ware entsteht nicht durch die darin enthaltene Arbeit, sondern liegt in deren Nutzen für den Verbraucher. Das wurde etwa 20 Jahre nach dem Erscheinen des Manifests erkannt und kann ebenfalls in dem Buch von v. Mises nachgelesen werden. Dort wird auch nachgewiesen, dass der Sozialismus wegen fehlender Marktpreise ineffizient sein muss.Die klassenlose Gesellschaft wurde bisher nicht erreicht. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Marx utopische Anarchie in einer Diktatur endet (siehe Peikoff: Objectivism).Damit sind alle Grundlagen des Manifests seit mehr als hundert Jahren widerlegt. Trotzdem weigert sich der Marxismus, sein Scheitern einzugestehen (in der Sowjetunion wurde das oben dargestellte Programm umgesetzt, aber es hat nachweislich nicht funktioniert). Viele Punkte des Programms sind leider auch bei uns schon umgesetzt worden bzw. wir stehen kurz davor (wie im Fall der Kinderkrippen).Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas über die Geschichte der letzten 150 Jahre lernen will. Seit Veröffentlichung des Buches gibt es nur noch (tatsächliche oder ideologische) Kämpfe für oder gegen den Marxismus.

Der wohl aktuellste Klassiker - Es ist eines der auflagenstärksten Bücher der Buch-Weltgeschichte. Und unter diesen wohl auch das kürzeste. Und auch das prägnanteste. Jeder Satz kann als Zitatschatz für sich gewertet werde. Dabei haben die benutzten Wörter kaum den Sinnwert unserer Alltagssprache: Marx und Engels sind Sozialwissenschaftler. Sie sahen sich genötigt, den Inhalt des kleinen Werkes in nachfolgenden 43 Bänden (MEW) näher zu untersuchen. Trotzdem ist die Sprache klar, das Buch gut strukturiert und lesbar. Inhaltlich wird klar, dass hier der Geist eines tiefen Humanismus zum Tragen kommt, der so gar nicht in das antikommunistische Klischee passt. Die Autoren ahnten das schon, als sie das Werk wie folgt begannen: Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet...Doch über das Menschenbild bei Marx ist man mit Erich Fromms gleichnamigen Werk ausführlicher informiert. Bleibt als Fazit: Man sollte das Manifest gelesen haben. Und das alle 2 Jahre. Erschrecken sie nicht, wenn einige Passagen des Buches seltsam aktuell erscheinen. Die mehr als 150 Jahre merkt man diesem Buch nicht an. Und das hat Gründe.

Für jeden der seine Meinung selbst bilden will - Nicht nur für angehende Marxisten ist dieses Buch sehr gut. Auch für Menschen die dem Kommunismus auf die Spur kommen wollen ohne dem Einfluss der Massenmedien zuverfallen.Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Guter Einstieg - Das Manifest der kommunistischen Partei ist ein guter und vor allem lesbarer Einstieg in Ideologie des Kommunismus. Natürlich ist die Politik des Kommunismus nicht anwenbar auf unsere heutige Zeit und zum Teil auch absurd, aber es finden sich immer wieder interessante Denkansätze.




Manifest der Kommunistischen Partei